Die Leipziger Buchmesse 2016 – Anreise und Pub’n’Pub

Die Leipziger Buchmesse 2016 – Anreise und Pub’n’Pub

Hallo, Ihr Lieben!

Vom 17. bis 20. März 2016 fand die Leipziger Buchmesse statt.

Den ersten Messetag habe ich noch nicht mitgemacht, da bin ich von Köln nach Leipzig geflogen.

Leipziger_Messe

Von Muttertieren und Terror-Knirpsen

Am Flughafen Köln/Bonn bin ich gerade auf dem Weg zum Gate damit beschäftigt, meine Habseligkeiten in einer Plastikschale zu deponieren, als …

„Würden Sie mir bitte mal kurz helfen?“
„Sicher, womit denn?“

Ich sehe auf. Die fremde Frau, die in der Schlage zum Körperscanner vor mir steht, lächelt mich an – und drückt mir ihr Baby in die Arme.

„Ich darf mit dem Kleinen nicht da durch. Sie halten ihn mal kurz, ja?“

Verunsichert schaue ich auf das kleine Lebewesen mit dem verschmierten Mund in meinen Armen, während das Muttertier in der Scannerröhre verschwindet.

„Ähm … klar, aber wird er nicht …?“

„Wäääääääääääh!“, schallt es aus dem kleinen Mund des Babys. „Wäääh“ heißt in diesem Zusammenhang „Meine Mama ist weg! Ich will zu meiner Mama! Wer bist’n du überhaupt?“ Jedenfalls nehme ich das an. Ich spreche „Baby“ nur sehr gebrochen.

A proposito „gebrochen“ – der Terror-Knirps macht ein Gesicht als … Nein, bitte nicht! Aber zum Glück kommt da nur ein kleines Bäuerchen aus seinem Mund. Und dann ist das Muttertier auch schon wieder da und nimmt ihren kleinen Spatz in Empfang.

Puh … noch mal Glück gehabt.

Ätzend ist nur, dass ich während der Wartezeit am Flughafen schon so viel getwittert, gefacebooked und überhaupt mit dem Telefonino gedingsbumst habe, dass mein Akku Hunger hat. Na fantastisch. In Leipzig muss ich dringend für Akku-Nahrung sorgen.

Ankunft in Leipzig

Der Flug verläuft ereignislos. Am Flughafen in Leipzig erhalte ich meinen Koffer beinahe direkt. Die Abwicklung lief so schnell, dass ich ein paar anerkennende Worte beim Flughafenpersonal hinterlasse. Muss ja auch mal sein. Dass alles zack-zack geht, spielt mir total in die Karten – ich habe am Abend noch was vor!

Ich springe in das Taxi mit dem coolsten Taxifahrer Leipzigs. Wir quatschen und lachen die ganze Fahrt bis zu meiner Unterkunft. Kurzer Blick auf seine Hand. Ehering. War ja klar.

Nach einer kurzen Wartezeit treffe ich auf die Autorin Regina Mengel, die die Unterkunft für einige Autorinnen und Autoren organisiert hat. Ich erhalte meinen Schlüssel, inspiziere die Wohnung, klatsche meine Sachen in die nächste Ecke und bin schon wieder weg – immerhin wartet ein Pub’n’Pub auf mich!

Yay! It’s Pub’n’Pub-Time!

Der Pub’n’Pub ist eine tolle Veranstaltungsreihe, die Leander Wattig ins Leben gerufen hat. Man kann in verschiedenen Städten Deutschlands teilnehmen – zum Beispiel auch in Leipzig. Für gewöhnlich gibt es einen Referenten, der zu einem Thema aus der Buchbranche spricht. Man isst, trinkt, diskutiert und knüpft Kontakte. Heute soll es keinen Referenten geben – denn mal ehrlich? Wer könnte dem nach dem Messetag, den die meisten bereits hinter sich haben, noch zuhören? Diesmal gibt es daher „nur“ ein lockeres Treffen.

Zum Pub’n’Pub gehört vor allem eins: twittern! Und zwar unter dem Hashtag #pubnpub. Vor ein paar Wochen fand ein Treffen in München statt, da hat der Pub’n’Pub es sogar in die Twitter-Top-Ten geschafft. Aber ob ich dazu heute beitragen kann? Mein Telefonino hat immer noch Hunger …

Pubnpub_Vodkaria

Na ja, ein Schritt nach dem anderen. Zuerst einmal muss ich den richtigen Ort finden. Ich laufe zwei Mal an der Vodkaria vorbei – die Kneipe liegt direkt an der Ecke und ist für normale Menschen gut zu finden. Aber mein Orientierungssinn ist … sagen wir mal „unmotiviert“.

Meine Rettung! Ein Handy-auflad-Zauberkasten!

Ich öffne die Tür und sehe direkt Tinka Beere, Ben Lesser, Alexander Batel und Katja Kresnik. Kenne ich bisher nur von Facebook und Twitter. Tja, dann ändern wir das gerade mal. Begrüßungen, Umarmungen.

Die Kellnerin fragt, was ich trinken möchte. Ooooch … heute hau ich mal auf den Putz. Ich nehme eine große Cola. Die richtige. Die MIT Zucker. Da wisst Ihr Bescheid. Die große Cola stellt sich als ein halber-Liter-Humpen heraus. Na, nutzt ja nix. Dat Zeuch muss wech.

In meinem Kopf klopft es. Da war doch noch was. Ach ja!

„Sagt mal, gibt es hier irgendwo eine Steckdose? Mein Akku gibt gleich’n Geist auf.“

Pubnpub_Danke_Zauberkasten

Alex – übrigens seit diesem Abend mein persönlicher Held – hat noch etwas Besseres für mich: Einen Handy-auflad-Zauberkasten! Eigentlich ist das ein externes-Akku-Power-Bank-USB-Ladegerät. Aber mal ehrlich: Wer kann sich so was merken? Für mich bleibt’s der Zauberkasten. Als wir wenige Minuten später in den Raum für den Pub’n’Pub wechseln, ist mein Telefonino schon wieder richtig fit. Twitter steht an diesem Abend nichts mehr im Weg.

Zauberkasten

Mein Zauberkasten … mein Schaaaatzzz …

Es wird ein richtig lustiger Abend mit vielen netten Menschen, die ich leider viel zu selten sehe. Da wir gerade davon sprechen: Wieso wohnt Ihr alle so weit von mir weg?

Viele Grüße an dieser Stelle an Emma Wagner, Kathrin Lichters, Viola Plötz, Frank RakiAnnika Bühnemann und viele andere, die diesen Pub’n’Pub zum Place-to-be gemacht haben.

PubnPub_Tweet_Kerzenwachs

Auch Leander Wattig scheint zufrieden zu sein. Ich sehe ihn an diesem Abend kein einziges Mal ohne Grinsen im Gesicht.

„Sag mal, hast du schon einen im Tee, Leander?“
„Nee, wieso?“
„Du lallst ein bisschen.“
„Das ist kein Lallen, das ist norddeutsch!“

Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Liebe Vodkaria, bitte schildert die Damentoilette doch ebenso gut aus wie das männliche Pendant. Als ich aus Versehen auf die Herrentoilette gerannt bin, konnte ich froh sein, dass gerade niemand da war. Hätte ja peinlich werden können.

Pubnpub_Herrentoilette

 

Erstes Treffen im Schlafanzug

An diesem Abend werde ich nicht alt. Kurz vor Mitternacht trifft Zipperella in ihrer Unterkunft ein. Wenig später taucht auch ihre Mitbewohnerin, Jana Oltersdorff, ein. Okay, ich hätte nicht gedacht, dass ich einen schlabbrigen Schlafanzug trage, wenn ich Jana das erste Mal live sehe, aber et is wie et is.

Jana, an dieser Stelle, damit ich es nicht vergesse: Du warst eine sehr angenehme Mitbewohnerin!

Über meinen ersten Abend in Leipzig muss ich mich jedenfalls nicht beschweren. War cool!

Liebe Grüße
Eure Jasmin

2 Kommentare

  1. Freu mich auf den nächsten Teil. Dein Humor ist spitze.
    LG, Heike

    • Danke, Heike! Cool, dass Dir mein Humor gefällt. 😉

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