Weihnachts-Wohnzimmerlesung am 26.11.2016

Weihnachts-Wohnzimmerlesung am 26.11.2016

Hallo, Ihr Lieben!

Am Samstag war ich bei einer tollen Wohnzimmerlesung, von der ich Euch unbedingt erzählen möchte.

Die Lesung haben Nicole König und Louisa Beele organisiert. Schon im Voraus bekamen wir die Ansage, dass wir uns Kuschelsocken oder Schluffen mitbringen sollten. Gemütlichkeit war angesagt. Das fand ich schon mal sehr ansprechend.

Am Samstag setzte ich mich also gemeinsam mit einer Mitstreiterin in die Regionalbahn nach Satzvey in der Eifel. Am Bahnhof hat uns Nicoles Mann abgeholt. Das war also ein Rundum-Sorglos-Paket.

Nicole begrüßte uns mit einer herzlichen Umarmung (wir kannten uns ja schon und haben auch schon gemeinsam einen Beitrag für den Selfpublisher geschrieben), dann lernte ich Louisa kennen, die uns ebenfalls offen und freundlich willkommen hieß.

Die erste Amtshandlung war natürlich „Mission Kuschelsocken“. Wir stiegen aus unseren Straßenschuhen und betteten unsere Füße in Kuschelsocken oder – in meinem Fall – in weiche Schluffen mit Strasssteinchen. So konnte zwar keiner meine genialen Ravenclaw-Socken sehen, aber ’n bisschen Schwund is‘ ja immer, ne?

getraenke

Die Gastgeberinnen versorgten uns erst einmal mit Getränken. Da gab es Hugo und … anderen alkoholischen Kram, den ich wieder vergessen habe, da ich ja nie Alkohol trinke. Aber die anderen Gäste waren zufrieden, also lief sicher alles optimal. Ich habe O-Saft bekommen und war ebenfalls glücklich. Die Getränke bekamen wir übrigens an einem Stehtisch, der mit einer weißen Tischdecke, einem Weihnachtsteelicht und einem Tannenzapfen anschaulich dekoriert war. Ein langer Esstisch war ebenfalls gedeckt, denn für uns gab es nicht nur Kuchen, sondern auch frische Waffeln mit Sahne und Kirschen.

Versteht Ihr? Es gab Waaaahaaaaaffeln! Wann habt Ihr Euch zuletzt für Eure LeserInnen in die Küche gestellt? Hm?
Noch nie? Pf … Da bin ich ja jetzt einen anderen Service gewohnt.

waffeln

Als alle Gäste da waren, wurde erst einmal gefuttert und geplaudert. Es war eine lockere und gemütliche Atmosphäre. Dann ging es mit der eigentlichen Lesung los. Nicole nahm in einem richtigen Lese-Sessel Platz und las aus „Worst Case – Taylor & Madison„. Anschließend tauschte sie mit Louisa die Plätze und wir erhielten eine Kostprobe aus Louisas Buch „Heute und für alle Zeit„. Nach einer kleinen Pause las Nicole noch einen Ausschnitt aus „Kein Millionär zu Weihnachten“ und dann …

*Zippi muss sich kurz sammeln*

Dann kam das dreckige Lachen. *bibber*

Louisa und Nicole hatten bereits im Vorfeld angekündigt, dass sie für ihre Gäste eine Überraschung bereit halten würden. Ich liebe ja Überraschungen. Nicht.

Während der Lesung kamen auch immer wieder Bemerkungen wie „Wir haben da auch noch was vorbereitet, da müsst ihr dann durch …“

Als es endlich soweit war, hat Nicole dreckiger gelacht als die Hexe bei „Hänsel und Gretel“. Ich dachte echt: „Ach Du Sch%&#! Was kommt jetzt?“

Nicole und Louisa verschwanden in der Küche und kehrten kurz darauf breit grinsend zurück. Auf ihren Köpfen thronten zwei winzige Weihnachtsmützen, die fröhlich blinkten. Sie hatten Tüten dabei, aus denen sie noch andere kleine Mützen hervorholten. Nur, dass die nicht blinken konnten. Unter den Mützen war jeweils eine Haarspange befestigt. Damit clipten wir uns die Mützen dann am Kopf fest. Für große Lacher sorgte, dass Nicole sogar darauf vorbereitet war, dass einer ihrer Gäste wenig Haar auf dem Kopf trug. Der Herr hätte sich keine der Mützen mit der Spange befestigen können. Er durfte sich einen Haarreifen mit blinkenden Tannenbäumen aufs Haupt setzen. Hat er auch gemacht, was ich sehr sympathisch fand.

 

Nicole König und Louisa Beele (v. l. n. r.)

Nicole König und Louisa Beele (v. l. n. r.)


Der wirkliche Knüller kam aber noch: Wir nahmen ja an einer Weihnachts-Wohnzimmerlesung teil. Louisa und Nicole hatten also eine eigene Weihnachtsgeschichte verfasst. In dieser Geschichte ging es um den Abend, den wir gerade erlebten. Die beiden beschrieben ihre Vorbereitungen der Weihnachtslesung und wie wir Gäste alle eintrudelten. Was sie über uns wussten, bauten sie in die Geschichte ein. Beispiel:

„Ich habe mal in Euskirchen gewohnt und so schlecht ist es jetzt auch nicht“, pflichtet Jasmin meiner Nachbarin Heike bei und Daniela nickt zustimmend.

Darüber hinaus dichteten sie uns aber auch allerhand an, was wir nie getan hätten, weil wir ja vorbildliche Gäste waren. *hust* Jaaaaa, doch. Waren wir.

Zum Beispiel schlich sich Heinz in der Geschichte heimlich in die Küche, um am Waffelteig zu naschen, Heike arrangierte eigenmächtig die Dekoration um, Jutta trank fast den ganzen selbstgemachten Haselnusslikör alleine aus und Sabrina erkundete einfach auf eigene Faust das Haus. Diese Form von künstlerischer Freiheit haben wir Louisa und Nicole aber keineswegs übel genommen. Im Gegenteil: Es sorgte für allgemeine Erheiterung. Überhaupt lauschten wir alle gespannt, wann der eigene Name fallen würde. Hinzu kam noch, dass Louisa und Nicole sich selbst beim Lesen oft unterbrachen, weil sie selbst lachen mussten. Es war herrlich! Zum Schluss haben wir alle gelacht, dass die Nasenflügel wackelten. Hier erlebten wir keinen Einheitsbrei. Wir erkannten alle, wie viel Überlegungen und Arbeit die Beiden investiert haben mussten.

Süß war übrigens, dass sie daran gedacht hatten, dass einer ihrer Gäste – Wilma – an diesem Tag Geburtstag hatte. Auch das fand in der Geschichte Platz. Nicole las, dass wir alle ein Geburtstagsständchen sangen, was wir dann auch taten. Nach dem Lied lautete der erste Satz: „Verlegen schaut Wilma in die Runde.“, was wiederum für Gelächter sorgte, da Wilma in diesem Moment tatsächlich verlegen war. Hashtag Situationskomik.

Nach der Weihnachtsgeschichte wischten wir uns die Lachtränen aus den Augenwinkeln und sangen gemeinsam „Leise rieselt der Schnee“. Der Abend klang noch mit lockeren Gesprächen aus. Louisa und Nicole hatten für uns alle sogar noch Goodie Bags vorbereitet. Darin fanden wir gebrannte Mandeln, einen kleinen Schoko-Weihnachtsmann, Kugelschreiber, Lesezeichen, Taschentücher, einen Schreibblock, einen Magneten, einen Button und – was mich am meisten gefreut hat – unsere Weihnachtsgeschichte, die uns an diesem Abend so viel Freude bereitet hatte.

weihnachtsgeschichte

Fazit: Louisa und Nicole haben sich viel Mühe mit der Organisation gegeben. Es war keine steife Veranstaltung, sondern eher wie ein Treffen mit Freunden. Wir haben uns alle sehr willkommen gefühlt. Durch die Lesung habe ich Lust bekommen, die Bücher der beiden Kolleginnen zu lesen und ich bin sicher, dass es auch anderen so geht. Also würde ich die Veranstaltung auch für die beiden Autorinnen unter der Kostenstelle „Erfolg“ verbuchen. Dringender Appell an andere AutorInnen: Wenn Ihr auch mal eine Wohnzimmerlesung organisiert, könnt ihr Euch hier eine Scheibe abschneiden. Es war wirklich ein toller Abend!

Habt Ihr auch schon mal so tolle Wohnzimmerlesungen erlebt?

Liebe Grüße
Eure Jasmin

PS: Ich überlege, Eure Bücher nur noch dann zu lesen, wenn dabei für mich noch was Leckeres rausspringt … Die Waffeln waren schon toll … Nee, Quatsch. War’n Spaß. Vielleicht aber auch nicht. 😉

2 Kommentare

  1. Das hört sich nach einem wirklich gelungen Abend an und bin jetzt noch trauriger, dass ich nicht dabei sein konnte.
    Für euch freut es mich aber, dass die Lesung so toll war.

    • Es war wirklich ein toller Abend! 🙂 Wer weiß? Vielleicht machen die beiden sowas ja noch mal. 🙂

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