„Im Kreuzfeuer“ von Sven Hensel

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre: Novelle
ISBN: 978-1537567594
Preis: 8,99 Euro (Taschenbuch), 2,99 Euro (E-Book)

Alfred ist ein Mann um die 60, der Regeln und Ordnung liebt. Auf dem Heimweg sieht er das Resultat eines Verbrechens. Dieser Abend setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, die enorme Auswirkungen auf Alfreds weiteres Leben hat.

Mehr möchte ich zum Inhalt nicht sagen, obwohl sich meine Beschreibungen noch auf das erste Kapitel beziehen. Es wäre aber zu schade, anderen LeserInnen hier das Vergnügen zu nehmen, spätere Wendungen und Entwicklungen selbst zu entdecken.

Da ich ein bekennender Fan von Sven Hensel bin, habe ich nicht einmal den Klappentext gelesen, bevor ich diese Novelle gekauft habe. Mir hat die Info gereicht, dass es wieder Stoff gibt (ja ich bin süchtig – ist aber nicht schlimm. Mein Therapeut weiß Bescheid). Dementsprechend war meine einzige Erwartung, dass ich wieder etwas lesen darf, das mich packt. Das war auch der Fall. Das vorherrschende Gefühl bei der Lektüre war Entrüstung. Dass ich als Leserin dazu verurteilt bin, mitzuerleben, wie es dem Protagonisten ergeht, ohne eingreifen zu können, war stellenweise schlimm. Ich habe mich sehr mit Alfred identifiziert und daher auch gelitten.

Was mich besonders geärgert hat: Der Protagonist wägt seine Handlungen ab und versucht immer das Richtige zu tun. Trotzdem bekommt er immer mehr Probleme. Den Charakteren, die Regeln, Gesetzen und Moral zuwider handeln, geschieht nichts oder nichts Schlimmes. Das hat mich furchtbar aufgeregt. Es war so unfair und doch gibt es solche Menschen in der Realität … ein Gedanke, der mich nur noch mehr ärgert.

Fazit: „Im Kreuzfeuer“ ist wieder ein typischer Hensel. Wieder führt einem die Lektüre Fehler in unserer Gesellschaft vor Augen. Wieder fasst einen die Geschichte emotional sehr an. Wieder denkt man hinterher noch tagelang über die Lektüre nach. Wann. Kommt. Nachschub?

Nähere Informationen zu Sven Hensel und seinen Büchern findet Ihr hier.