„Ins Ungewisse“ von Sven Hensel

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre: Kurzgeschichten
ISBN: 978-1523894246
Preis: 6,95 Euro (Taschenbuch), 2,99 Euro (E-Book)

Nachdem ich „Allein im Miteinander“ und „Getriebene“ von Sven Hensel mit … nun ja … entrüsteter Begeisterung inhaliert habe, war für mich schnell klar: Die Kurzgeschichten will ich auch lesen!

„Ins Ungewisse“ umfasst 12 Kurzgeschichten:

  • Der kleine Tambourmajor

  • Stille Starre

  • Dem Ungeziefer ausgeliefert

  • Endlich. Sterblich.

  • Nackte Verurteilung

  • Die Leiden der wortlosen Schreiber

  • Ich wünschte, sie wüsste …

  • Alles Gute

  • Klage eines Allwissenden

  • Eine Stimme aus den Ruinen unserer Welt

  • Verfehlung

  • Moral über Leben.

Sven Hensel - Ins Ungewisse

In den Kurzgeschichten geht es unter Anderem um Krankheiten, Krieg und gesellschaftspolitische Themen.

Da ich bereits andere Bücher des Autors gelesen habe, war meine Erwartung an seine Kurzgeschichten eindeutig: Ich würde mich bei der Lektüre wieder furchtbar über Menschen, unsere Gesellschaft und unsere Welt überhaupt aufregen. Das ist auch passiert. Ich habe so oft die Stirn gerunzelt, dass ich die doppelte Portion Anti-Falten-Creme verbrauchte. Es ist aber auch schwer, sich hier NICHT aufzuregen. Vor allem an den Stellen, an denen man sich total machtlos fühlt. Zu sehr ins Detail gehen, möchte ich hier nicht, sonst droht Spoilergefahr.

Mein Liebling unter den Kurzgeschichten ist übrigens „Nackte Verurteilung“. Das Ende der Geschichte hatte ich nicht erwartet – dafür war es umso schöner.

Außerdem hat mir gefallen, dass man hinten im Buch Hintergrundinformationen zu den Geschichten finden kann. Wie ist der Autor auf die Idee zu dieser Geschichte gekommen? Was wollte er ausdrücken? Die Informationen warfen für mich noch einmal mehr die Frage auf: Was bedeuten diese Umstände für mich als Glied in dieser Gesellschaftskette?

Fazit: Die Kurzgeschichten aus „Ins Ungewisse“ lassen sich gut lesen. Trotzdem fühlte ich mich hinterher schlapp wie nach einem Wettsackhüpfen mit Grippe. Emotional hat mich das Buch sehr mitgenommen – aber das habe ich auch nicht anders erwartet. Der Autor trägt nicht umsonst den Beinamen „Emotionsterrorist“. Obwohl es nun schon Tage her ist, dass ich die Geschichten gelesen habe, denke ich immer noch viel über sie nach. Das wird wahrscheinlich auch noch eine Weile so bleiben.

Nähere Informationen zu Sven Hensel und seinen Bücher findet Ihr hier.

PS: Mein Lese-Erlebnis habe ich übrigens getwittert. Ihr findet es dort unter dem Hastag #InsUngewisse.