„Das Feuer in mir“ von Christian Milkus

Verlag: Drachenmond Verlag
Genre: Fantasy/Dark Fantasy
Preis: 12,90 Euro (Taschenbuch)

Eigentlich wollen sie nur einen Berg besteigen. Eigentlich soll es doch bloß eine wissenschaftliche Exkursion sein. Doch dann riecht es plötzlich nach Schwefel, die Erde unter den Füßen von Leanne und ihren Geschwistern bebt und sie muss hilflos mit ansehen, wie ihre Schwester von den herunterprasselnden Steinen erschlagen wird.

Nach dem Tod ihrer Schwester hat sich Leannes Leben natürlich verändert. Das Verhältnis zu ihren Eltern ist angespannt, ihre Karriere als Gelehrte verläuft nicht wie gewünscht und sie trägt die Verantwortung für ihren jüngeren Bruder, der sich nur widerstrebend seinem vorgesehenen Weg als Wissenschaftler fügt, da er lieber Ritter sein möchte. Als sie Damion begegnet, hüpft ihr Herz wie verrückt und sie fühlt sich in seiner Nähe unglaublich wohl. Es ist ein Gefühl der Geborgenheit, wie sie es schmerzlich vermisst hat. Doch Damion ist der Kopf der Zwölf Boten – einer Sekte, die sich der schwarzen Magie und dem dunklen Gott verschrieben hat …

Mein Leseerlebnis: Ich habe nach „Der Schatten in mir“ von Christian Milkus auch „Das Feuer in mir“ sehr gerne gelesen. Ich war begeistert, meinem geliebten Sir Caster und seinem treuen Pferd Königsblut erneut zu begegnen und auch für Jack hatte ich ein fiktives High Five übrig. Har!

Keine Sorge: Wer „Der Schatten in mir“ nicht gelesen hat, wird dieses Buch trotzdem verstehen. Ich muss allerdings einräumen, dass es schöner ist, wenn man die Vorgeschichte kennt, weil man sich dann mehr freut, bekannte Figuren wieder zu treffen.

Was mir besonders gut gefallen hat: Ich wusste zwischendurch selbst nicht, was ich glauben sollte. Wer hat denn jetzt Recht? Ist die Sekte gar keine Sekte? Die Menschen dort sind so nett zu Leanne und ihrem Bruder – wahrscheinlich haben die als einzige den Durchblick. Oder doch nicht? Total super. So ist die Lektüre spannend. Und das Ende habe ich absolut nicht vorhergesehen.

Zu meinen Erwartungen: Nachdem ich bereits „Der Schatten in mir“ von Christian Milkus gelesen hatte, hatte ich natürlich wieder eine gewisse Erwartungshaltung an den Sprachstil des Autors. Ich würde nicht enttäuscht. Auch in „Das Feuer in mir“ gab es wieder wunderschöne Ausdrücke, die ich nur allzu gerne in meinen allgemeinen Sprachgebrauch übernehmen möchte. Zum Beispiel kann ich mich zukünftig freuen „wie ein Spatz im Wasserbad“. Ist das nicht wunderschön?

Die Aufmachung des Werks: Das Cover von Alexander Kopainski ist natürlich ein Traum! Das war ja zu erwarten. Doch auch das Innenleben dieses Buchs kann sich sehen lassen. Ein Wald ziert den unteren Teil jeder Seite und die Kapitelüberschriften werden – passend zum Titel des Buchs – mit einer Flamme betont. Wunderschön!

Fazit: „Das Feuer in mir“ ist ein wundervolles Fantasy-Buch zum Genießen und Schmökern. Es spart nicht mit Konflikten und Spannungen zwischen den Figuren und stellt einen würdigen Nachfolger von „Der Schatten in mir“ dar.

Nähere Informationen über Christian Milkus findet Ihr hier.