„Hypoxie“ von Alexander Lass

Distributor: Books on Demand
Genre: Roadtrip-Thriller
ISBN: 978-3744885935
Preis: 9,99 Euro (Taschenbuch), 4,99 Euro (E-Book)

Lukas und Emilia sind ein glückliches Pärchen und leben mit ihrer Katze Minevra in Hamburg. Dann flattert ein Brief ins Haus: Emilias Onkel aus Portugal ist gestorben. Sie hat aufgrund eines traumatischen Unfalls keinerlei Erinnerungen an ihn oder seine Existenz, doch der Gedanke an eine Reise nach Portugal ist verlockend. Das Paar bepackt seinen kleinen Bus (die „Möhre“) und düst los. Unterwegs passieren einige seltsame Dinge, doch irgendwie scheint Lukas der einzige zu sein, der sich darüber Sorgen macht …

Als LeserInnen begleiten wir die beiden auf ihrem Weg nach Portugal. Die Straßen, die Campingplätze, die wunderschönen Landschaften. Dabei stellen wir uns einige Fragen: Hätte ich an dieser Stelle Angst? Wie reagiere ich auf Reisen, wenn ich Hunger habe? Würden mich gewisse Ereignisse auch beunruhigen? Aber eine Frage schwebt über diesem ganzen Buch: Wieso wurde Emilia (als einzige aus ihrer Familie) zur Beerdigung eines Mannes eingeladen, an den sie sich nicht mal erinnert und zu dem sie seit ihrer Kindheit keinen Kontakt mehr hatte?

Eine Warnung muss ich bereits hier aussprechen: Liest man dieses Buch, überfällt einen eine akute Roadtrip-Lust. Falls der nächste Urlaub noch auf sich warten lassen muss, ist die Lektüre also mit Vorsicht zu dosieren.

Meine Erwartungen: Eigentlich lese ich nicht viele Thriller. Ich wusste also nicht genau, was ich erwarten sollte. Aber das Buch hat mich wunderbar unterhalten. Beim Roadtrip-Teil gibt es viele kleine Anekdoten, den Umgang von Lukas und Emilia untereinander oder auch mit den Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnen – all das habe ich sehr genossen, aber ich kann es hier leider nicht näher ausführen, um nicht zu spoilern.

Immerhin sage ich so viel: Zum einen hat es meine Reiselust-Enzyme gekitzelt, aber auch meine Spannungsmuskeln trainiert. Gerade in Kapitel 17 hatte ich das Gefühl, dass ich die Lösung fast greifen konnte – doch so schnell wollte der Autor das Rätsel noch nicht lüften. Da musste ich natürlich weiterlesen. Und natürlich gibt’s die Lösung auch noch. Ich habe aber weder sie noch das Ende des Buches vorhergesehen.

Der Thriller umfasst rund 190 Taschenbuchseiten und ist angenehm strukturiert. Er ist in vier Teile gegliedert, es gibt einen Prolog, 25 Kapitel und einen Epilog. Die Kapitel sind recht kurz, was ich sehr mag, denn da hat man auch das Gefühl, dass man beim Lesen vorankommt.

Fazit: So schnell habe ich ein Buch lange nicht mehr durchgesuchtet. Ich wollte mit Lukas und Emilia reisen, ich wollte mit ihnen diskutieren, schwimmen gehen und herumlümmeln. Ich habe es weder bereut, dieses Buch zu kaufen noch zu lesen und ich empfehle es allen, die gerne spannende Bücher lesen.

Nähere Informationen über Alexander Lass findet Ihr hier, er ist nämlich auch Buchblogger.